„Heimat erkunden – 800 Jahre Dippoldiswalde“

Bericht aus dem Bildungsangebot für Menschen mit Behinderung

Im Rahmen des Bildungsprojektes „Das lerne ich jetzt selbst zu machen“ starteten Anfang April 2018 acht Menschen mit Behinderung einen Kurs unter dem Thema „Heimat erkunden – 800 Jahre Dippoldiswalde“.

Mit einem Stadtrundgang unter Führung von Frau Vogt begann die Erkundung der Stadt Dippoldiswalde. Die Stadtführerin erklärte uns auf dem Markt, am Schloss, auf dem Karl-Marx-Platz und am Schuhbrunnen interessante Details aus der Geschichte der jetzigen großen Kreisstadt.

Der nächste Kurstag führte uns ins Lohgerbermuseum, da dem Ledergerben ein wichtige Rolle in der historischen Entwicklung der Stadt zuzusprechen ist. Die Museumsmitarbeiterin, Frau Göhler zeigte uns die Werkzeuge und Vorrichtungen, mit denen die Gerber aus den Fellen der Tiere Leder herstellten. Am historischen Stadtmodell konnten wir noch einmal den Rundgang der letzten Woche durch die Stadt nachvollziehen.

 

Am dritten Nachmittag unseres Kurses besuchten wir die Nikolaikirche auf dem städtischen Friedhof. Sie ist das älteste erhaltene Bauwerk in Dippoldiswalde. Herr Kunath erzählte uns vieles über dieses eindrucksvolle Gebäude und seine Geschichte. Die Figur des Heiligen Nikolaus haben wir dabei auch entdeckt. Weil in der Nikolaikirche eine besonders gute Akustik ist, haben wir zum Ende andächtig der Mundharmonika-Musik einer Kursteilnehmerin gelauscht.

Zum Abschluss des Kurses „Heimat erkunden“ haben wir uns die Stadtkirche mit ihren bunten Fenstern und der wunderschönen Bemalung angesehen.

 

Um die Erlebnisse des Kurses gut begreifen zu können, haben wir einen Beutel aus Leder gebastelt und in ihm verschiedene Erinnerungsstücke gesammelt. Bunte Glasnuggets, die symbolisch für die bunten Kirchenfenster stehen, einen Tonscherben für die vielen Töpfer in unserer Stadt und silberne Steinchen für das Erz. Für das Band haben wir eine Kordel in den Stadtfarben, gelb und blau, gedreht. Der Beutel aus Leder selbst erinnert natürlich an die Gerberei.

In einer Mappe mit Texten zur Stadtgeschichte in leichter Sprache und eine Broschüre über Dippoldiswalde heute nehmen die Teilnehmer Wissenswertes und viele Bilder mit nach Hause. So können sie ihren Angehörigen oder Mitbewohnern manches über die Entstehung der Stadt Dippoldiswalde erzählen.

Alle Teilnehmer freuen sich jetzt schon auf die Feierlichkeiten zum Stadtfest.