Hurra … jetzt habe ich es geschafft, … ich bin ein Schulkind!

Das können die beiden Zwillinge Fabian und Nica* glücklich sagen. Seit ihrer Einschulung in diesem Jahr sind jetzt beide Schulkinder. In den zwei Jahren der Frühförderung konnten sie ihre kognitiven, motorischen und sprachlichen Rückstände aufholen, die damals im Alter von 4 Jahren von der Kinderärztin festgestellt worden sind. „Die zwei Jahre Frühförderung haben sich gelohnt!“, sagte die Kindesmutter. Durch die Förderung und Therapie der Interdisziplinären Frühförderstelle konnten sich die Zwillinge in Zusammenarbeit mit der Kinderärztin, den Eltern, Erziehern und der Logopädin in vielen kleinen Schritten zu individuellen Persönlichkeiten, zu selbstbewussten und selbstständigen Menschen entwickeln.
Insgesamt wurden dieses Jahr 13 Kinder in die Schule abgegeben. Frühförderung richtet sich allerdings nicht nur an Vorschulkinder, sondern kann bei Kindern mit Entwicklungsrückständen von Geburt bis zur Einschulung gewährt werden. In einigen Fällen reichen bereits kürzere Förderzeiträume, manche Kinder benötigen auch längere Abschnitte, um einen altersgerechten Entwicklungsstand zu erreichen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, ein Kind mit Entwicklungsabweichungen in der Frühförderstelle anzumelden. Durch die frühe Förderung können vorhandene Ressourcen zur Entfaltung gebracht und neue Kompetenzen aufgebaut werden. Je eher Hilfe und Unterstützung bei Lernprozessen in der kindlichen Entwicklung einsetzt, umso mehr Chancen existieren aufgrund der höheren Plastizität des Gehirns im Kleinkind- und Vorschulalter das Entwicklungsgeschehen voranzubringen.

* Namen geändert