Sommerferienfahrt der Therapeutischen Wohngruppe

Auch dieses Jahr waren wir wieder in den Ferien mit unseren Kindern und Jugendlichen unterwegs. Dieses Mal ging es auf die wunderschöne Insel Usedom. Da die gesamte Insel einschließlich der zum Festland hin liegenden Gewässer sowie einem kleinen Streifen zum Naturpark Insel Usedom erklärt wurden, hatten wir viele schöne Tage, abgerundet von einer beindruckenden und ansprechenden Landschaft. Das Wetter, welches nicht besser hätte sein können, machte es uns möglich, diese Kulisse umfassend zu nutzen.

Unser Quartier schlugen wir für 14 Tage auf dem Naturcampingplatz in Lütow auf. Das 18 ha großes naturbelassenes Gelände bot ausreichen Platz für alle. Die Finnhütten, in denen immer zwei Personen übernächtigten, waren klein, aber gemütlich.

Da wie gesagt das Wetter super mitspielte nahmen wir die Chance oft war, schon vor dem Frühstück an den Strand zu gehen, um zu baden.

Dieser lag nämlich nur einige Steinwürfe weit entfernt von unserem Lager. So erfrischt und fit für den Tag bereiteten wir gemeinsam das Frühstück vor. Für unsere kleinen Bewohner bot der Campingplatz vor Ort täglich zwei bis drei Aktivitäten an, die unsere Jungs mit Freuden annahmen. Dort wurde gemalt, gebastelt, Schatzsuchen veranstaltet, mit Ton gearbeitet und vieles, vieles mehr. Die Kinder wurden dort liebevoll betreut und schlossen die dortige Betreuerin direkt ins Herz. Einfach genial!

In der Ausstellung PhenometaAuch Aktivitäten wie Volleyball und Fußball spielen wurden fast täglich genutzt. Dort lernten die Kinder und Jugendlichen andere Campbesucher kennen und neue Kontakte entstanden. Das umfassende Angebot der Ferienanlage veranlasste uns dazu, die  ersten beiden Tage vor Ort zu verbringen. Doch am dritten Tag war es dann so weit, dass wir die Gegend erkunden wollten. Und wie geht das besser als mit dem Rad? So sind wir los, liehen uns Fahrräder und schon ging es mit der ganzen Mannschaft los. Durch die anliegenden Dörfer und weiter am Deich entlang bis zum Strand verschlug es uns. Dort angekommen aßen alle Eis und kühlten sich anschließend im Meer bei einem ausgiebigen Bad ab. Schließlich ging es weiter und zurück ins Camp. Alle waren erledigt von der Anstrengung, aber glücklich, zufrieden und mit neuen Eindrücken im Gepäck.

An den nächsten Tagen verschlug es uns dann immer mal wieder raus auf Erkundungstour. So besuchten wir die Ausstellung Phenomenta, die allen die Möglichkeit gab, sich im Bereich Technik  auszuprobieren. Dort wurden uns Antworten darauf gegeben, wie ein einziger Mensch ein Auto anheben kann. Was es mit den Fliehkräften auf sich hat, oder wie Schall übertragen wird.  Alles war zum selbst ausprobieren und testen. Eine beeindruckende 3D-Lasershow rundete die Ausstellung ab. Ein Erlebnis für alle.

Junge mit EisbärAuch der Wildpark und der Zirkus, nicht weit entfernt vom Campingplatz boten uns neue Eindrücke des Tierreichs. Hier gab es viel zu gucken und zu erfahren. Gerade die Kleinen hatten viel Spaß und erzählen noch heute von diesem Tag.

Die vierzehn Tage vergingen wie im Flug. Bald war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Alle waren traurig darüber und wären am liebsten dort geblieben. Im Besonderen die Älteren hatten in der Zwischenzeit neue Bekanntschaften gemacht. Doch es wurden Telefonnummern ausgetauscht. Und Facebook bietet natürlich auch die Chance, sich weiterhin zu kontaktieren. Und so viel der Abschied schwer, aber es bestand ja Hoffnung.

Besonders schön war somit, dass dieser Tag von einem Fest mit Seetaufe und anschließendem Lagerfeuer gefeiert wurde und würdig zu Ende ging. Nach einer langen Fahrt kamen wir schließlich heil und gesund zurück im Heim an. Jeder war erledigt vom den vielen Erlebnissen. Doch wir freuen uns bereits jetzt schon auf die nächsten Ferien und fiebern diesen mit Spannung entgegen.

Beitrag: Jan Schlingensiepen – Erzieher in der Therapeutischen Wohngruppe Schmiedeberg