Schwangerenberatung

SchwangerschaftskonfliktberatungUnsere Beratungsstelle bietet psychologische und soziale Beratung an. Es ist ein integratives Angebot mit den Beratungsbereichen Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Ehe – Familien – und Lebensberatung. Jeder Mensch, unabhängig von seiner Weltanschauung und Kirchenzugehörigkeit kann bei uns Beratung in Anspruch nehmen. Unsere Beratung unterliegt der Schweigepflicht und kann auf Wunsch anonym erfolgen. Für Sie ist die Beratung kostenfrei. Eine Spende zum Erhalt unseres Angebotes nehmen wir gern entgegen. In unserer Beratungsstelle arbeiten Fachkräfte mit psychologischer und sozialpädagogischer Ausbildung mit den entsprechenden Zusatzqualifikationen.

Mit diesen Beratungsangeboten gibt es zwei Standorte im Landkreis: Dippoldiswalde und Freital.

Wir beraten und informieren

  • Beratung und Information rund um Schwangerschaft und Geburt
  • Psychologische Begleitung infolge vorgeburtlicher Diagnostik und im
  • Entscheidungsprozess
  • Psychologische Beratung nach Fehl- und Totgeburt
  • Informationen und Hilfen bei rechtlichen Fragen, z. B.
    • Mutterschutzgesetz
    • Elterngeld, Elternzeit
    • Unterhalt
    • Sorgerecht
    • Vaterschaftsanerkennung
  • bei den ersten Schritten als Eltern
  • Psychologische Begleitung bei Problemen während der Schwangerschaft

Wir helfen bei Problemen

  • bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen
  • Vermittlung von Sachleistungen (Babysachen und Kinderwagen etc.)
  • Vermittlung der Bundesstiftung Mutter und Kind
  • Vermittlung der Anträge für Familienerholung

Schwangerschaftskonfliktberatung nach § 218 ff StG

Unsere beiden Beratungsstellen sind staatlich anerkannt und führen die Beratung nach
§§ 5, 6 Schwangerschaftskonfliktgesetz und § 219 Strafgesetzbuch (Konfliktberatung) durch.

Wenn Sie es wünschen, muss die Beratung mit der Beraterin anonym durchgeführt werden. Wenn Sie aber eine Beratungsbescheinigung wollen, dann müssen Sie Ihren Namen für die mit Datum versehene Bescheinigung in der Beratungsstelle mitteilen.

Für die Durchführung der Beratung gibt es Auflagen des Gesetzgebers. Die wichtigsten Inhalte sind laut § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz:

Die nach § 219 des Strafgesetzbuches notwendige Beratung ist ergebnisoffen zu führen. Sie geht von der Verantwortung der Frau aus. Die Beratung soll ermutigen und Verständnis wecken, nicht belehren oder bevormunden. Die Schwangerschaftskonfliktberatung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens.

Die Beratung umfasst ...

Das Eintreten in eine Konfliktberatung; dazu wird erwartet, dass die schwangere Frau der sie beratenden Person die Gründe mitteilt, derentwegen sie einen Abbruch der Schwangerschaft erwägt; der Beratungscharakter schließt aus, dass die Gesprächs- und Mitwirkungsbereitschaft der schwangeren Frau erzwungen wird.

Jede nach Sachlage erforderliche medizinische, soziale und juristische Information, die Darlegung der Rechtsansprüche von Mutter und Kind und der möglichen praktischen Hilfen, insbesondere solcher, die die Fortsetzung der Schwangerschaft und die Lage von Mutter und Kind erleichtern.

Das Angebot, die schwangere Frau bei der Geltendmachung von Ansprüchen, bei der Wohnungssuche, bei der Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit für das Kind und bei der Fortsetzung ihrer Ausbildung zu unterstützen, sowie das Angebot einer Nachbetreuung.

Die Beratung unterrichtet auf Wunsch der Schwangeren auch über Möglichkeiten, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.

Die Beraterin oder der Berater muss in einem anonymen Protokollbogen (also ohne Ihren Namen) schriftlich festhalten, welche Informationen und Hilfsangebote mitgeteilt wurden, welcher Art Ihre Gründe für einen Abbruch sind und ob noch jemand an der Beratung teilgenommen hat.

Diese Angaben werden gemacht, um die Arbeit der Beratungsstelle zu dokumentieren und um sie sachsenweit auswerten zu können, nicht aber zur Kontrolle der Frau.

Alle Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen stehen unter Schweigepflicht. Ohne Ihr Einverständnis dürfen sie niemandem Auskünfte über den Inhalt des Gesprächs oder über Ihre Person geben. Sie dürfen nicht einmal bestätigen, dass Sie zur Beratung da waren, falls etwa Ihr Partner, ein/e Familienangehörige/r oder sonst jemand sich danach erkundigt.

Am Ende der Beratung erhalten Sie auf Wunsch die Beratungsbescheinigung, unabhängig von den Gesprächsinhalten. Diese Bescheinigung benötigen Sie für einen Schwangerschaftsabbruch. Nur damit darf ein/e Arzt/Ärztin einen Abbruch durchführen. Die Bescheinigung muss Ihren Namen und das Datum enthalten, an dem die Beratung beendet wurde.

Der Abbruch darf dann erst frühestens 3 Tage nach der Beratung durchgeführt werden, spätestens bis zur 12. Schwangerschaftswoche.

Vertrauliche Geburt – www.geburt-vertraulich.de

Vertrauliche Online-Beratung – www.evangelische-beratung.info/diakonie-dippoldiswalde